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24.03.2022

Crash Kurs NRW – eine emotionale Kampagne der Polizei zur Verkehrserziehung

Am Mittwoch, den 23. März 2022, fand im Rahmen der Verkehrserziehung das Präventionsprogramm „Crash Kurs NRW“ für alle Schülerinnen und Schüler der 10.Klassen in der Aula der Realschule statt. Ziel dieses Projektes war es, die Zahl von Verkehrsunfällen - vor allem solche mit jugendlichen Beteiligten - nachhaltig und landesweit zu senken.
 
„Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht!“ Diesen Leitsatz konnten die zukünftigen Fahranfänger während der Veranstaltung „Crash Kurs NRW“ öfters hören. Dabei wurde ihnen klar gemacht, wie lebensgefährlich riskantes Verhalten im Straßenverkehr ist und dass es auf ihr eigenes Handeln als Fahrer und Mitfahrer entscheidend ankommt.

                               
 
„Jedes Jahr sterben über 100 junge Menschen in Nordrhein-Westfalen im Straßenverkehr“, begann der erfahrene Polizeibeamte Thomas Kruse die Veranstaltung und betonte, dass vor allem junge Fahrerinnen und Fahrer an schweren Verkehrsunfällen beteiligt sind. „Im letzten Jahr sind im Kreis Höxter sieben Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt, darunter waren fünf zwischen 18 und 24 Jahre alt.“
Deshalb führt man seit 2011 das Projekt „Crash Kurs NRW“ an Schulen durch, um die Zahl von Verkehrsunfällen - vor allem solche mit jugendlichen Beteiligten - nachhaltig und landesweit zu senken.

Mit schockierenden Unfallfotos und emotionalen Unfallberichten aus den vergangenen Jahren im Kreis Höxter sollte ein Appell an die Vernunft der bald am Straßenverkehr teilnehmenden Jugendlichen gerichtet werden.

                               

Die Referenten Harald Hosemann (Polizist), Maria Kröling (Notfallseelsorgerin), Matthias Außel (Notfallsanitäter) und Albert Henne (Feuerwehrmann) berichteten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen, die sie als Helfer nach einem schweren Verkehrsunfall gemacht haben. So erzählten sie, wie sie z.B. zur Unfallstelle gerufen worden sind und schreckliche Bilder vorfanden, wie sie das bis zur Unkenntlichkeit demolierte Auto aufschweißen mussten, wie sie sich bei der Erstversorgung der Verunfallten oder dem Überbringen einer Todesnachricht gefühlt haben. Damit sprachen sie direkt die Gefühle an und aktivierten das Vorstellungsvermögen der jugendlichen Zuhörer.

                               

Die Intensität und Tragik der jeweiligen Einsatzdarstellungen hinterließen bei allen anwesenden Besuchern einen immensen Eindruck.
Abschließend zeigte man eine Diashow über die im Kreis Höxter aufgestellten Kreuze am Straßenrand untermalt mit dem Lied von Unheilig „Geboren um zu leben“. Es herrschte Stille in der Aula.

Realschule Höxter - Hoffmann-von-Fallersleben-Schule
An der Steinmühle 2
37671 Höxter
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