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15.03.2016

Fünftklässler wurden für die Gefahren an Bahnanlagen sensibilisiert

Immer wieder geschehen schwere Unglücke an Bahnanlagen. Nicht selten sind es hierbei Kinder und Jugendliche, die aus Unwissenheit und Leichtsinn verunglücken. Um unsere Schülerinnen und Schüler vor den Gefahren am Bahnsteig zu schützen, erhielten die Klassen 5a und 5b am 15. März 2016  Besuch vom Polizeioberkommissar Albert Holtkamp. In anschaulicher und authentischer Art berichtete er von tragischen Unfällen an Gleisanlagen und wies auf deren Ursachen hin.
 
„Ich bin Daniel. Eigentlich wollte ich gar nicht mit den anderen zu den Gleisen. Aber ein Angsthase wollte ich auch nicht sein. Also ging ich mit den anderen Kindern Steine auf die Gleise legen. Spaß soll es machen, sagten die anderen. Dann kam der Zug. Mit einem Knall zersplitterten die Steine. Plötzlich traf mich ein Steinsplitter an meinem Kopf. Dann wurde alles bei mir schwarz ...“
Zur Zeit lernt Daniel mit seinen Eltern und einem Sprachlehrer wieder sprechen.

Solche, meist noch schlimmer endende Unfälle schilderte der Bundespolizist Holtkamp mit viel Emotionen. Er selbst war bei Ermittlungen von Bahnunglücken dabei, bei denen insgesamt sieben Kinder tödlich verunglückt sind. „Die Konfrontation mit den Folgen ist zwar hart, aber auch am wirkungsvollsten“, sagte Holtkamp und hofft somit auf mehr Nachhaltigkeit.

                                 

Dabei wies er auf die oft unterschätzten Gefahren hin, die bei den gefährlichen Spielen der Kinder auf Bahngebieten lauern. So nähern sich Züge fast lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden! Dabei beträgt der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h bis zu 1000m! Häufig wird dieses von Kindern und Jugendlichen unterschätzt. Deshalb gibt es auf dem Bahnsteig eine weiße Linie, die den Sicherheitsabstand zum Gleis markiert. Daher, so der Appell vom Bundespolizisten Holtkamp, soll man sich nicht zwischen Bahnsteigkante und der weißen Linie aufhalten.

„Mutproben“ im Gleisbereich vor heranfahrenden Zügen, Auflegen von Steinen und anderen Gegenständen auf Schienen, Steinwürfe auf Züge und Signalanlagen, Klettern auf Masten und abgestellte Waggons, Toben und Spielen auf Bahnsteigen oder das „Zugsurfen“ (sich an abfahrende Züge hängen) sind solche beliebten Spiele, die nichts an Bahnanlagen zu suchen haben. Sie gefährden nicht nur die eigene Gesundheit und die der anderen, sondern auch das Leben aller Beteiligten.

                                 

„Bahnanlagen sind keine Abenteuer-Spielplätze! Und seid auch mutig und sagt in eurer Clique NEIN! Ihr seid doch nicht lebensmüde“, beendet der Polizeioberkommissar diese besondere Unterrichtsstunde, welche die Fünftklässler so schnell nicht vergessen werden.

Realschule Höxter - Hoffmann-von-Fallersleben-Schule
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