Am 7. Oktober 2010 haben SchülerInnen der 8.Klassen des Neigungskurses Biologie der Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule ihren fachlichen Beitrag während der feierlichen Eröffnung eines weiteren Teilstückes des kreisweiten Projektes „Erlesene Natur“ geleistet.
Feierliche Eröffnung der Station durch Landrat Spieker und Bürgermeister Fischer
Landrat Spieker und der Bürgermeister der Stadt Höxter Fischer schnitten zusammen mit den SchülerInnen das Band durch.
Die Nethemündung als Lernort wurde vorgestellt, indem die SchülerInnen Organismen aus dem leicht erreichbaren Gewässer gefischt haben. Die „Steckbriefe“ von Strudelwurm, Köcherfliegenlarve, Eintagsfliegenlarve und Bachflohkrebs waren für die zahlreich erschienenen interessierten Zuhörer Anzeiger dafür, dass es sich bei der Nethe um einen artenreichen Zufluss der Weser mit sehr guter bis guter Wasserqualität handelt. Gerade Kleintierorganismen können als Anzeiger (Indikatoren) für die Wasserqualität dienen. An vielen Stellen verläuft die Nethe in ihrem natürlichen Flussbett und bietet durch die entstehenden Mäander Lebensraum für pflanzliche und tierische Organismen. So findet auch der Eisvogel an steilen Uferstellen noch einen geeigneten Brutraum.
Die Nethemündung als Lernort

Schülerbeiträge zur Wasserqualität
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Ein lebendes Weidenbauwerk- so wird’s gemacht -
Die AG „Schulen ans Wasser“ an der Hoffman von Fallersleben-Realschule in Höxter hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen.
Schülerinnen und Schüler aus dem Neigungskurs Biologie der 8. Klasse waren schon dabei, als im Rahmen des kreisweiten Programms „Erlesene Natur“ der Platz an der Mündung der Nethe in die Weser eingeweiht wurde. Landrat Spieker hat diesen Ort als Lernort erkannt, denn hier kann jeder den Fluss erleben. Hier tun sich nicht nur zwei Flüsse zusammen, auch ein Radweg durch das Nethetal von Brakel kommend, trifft hier auf einen der bedeutendsten Fernradwege Deutschlands entlang der Weser bis zur Nordsee.
Ein lebendes Weidenbauwerk bereichert nun diesen Platz. Mit ausschließlich Naturmaterialien zu bauen war eine Herausforderung.
Unter fachkundiger Anleitung eines Landschaftsarchitekten trafen sich Schülerinnen und Schüler nachmittags, um tatkräftig mit Säge, Astschere, Spaten und Schaufel, Spitzhacke, Beil und Hammer anzupacken.
Die nachfolgende Beschreibung kann zum Nachbau anregen.
Die Arbeitsschritte für das Erstellen eines lebendigen Weidenbauwerkes
Vorüberlegungen zum Weidenbauwerk - Die Planung
An der Mündung der Nethe ist bereits eine sechseckige Hütte vorhanden. Der Grundriss des Weidenbauwerkes sollte nun Form und Grundmaße dieser Hütte übernehmen. Die Breite der Seiten beträgt 2,20 m.
Drei Seiten der Hütte sollen den Eingang bilden, drei Seiten sollen geschlossen sein.
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Die Vorbereitung der Arbeiten – Das Ausheben der Gräben

Entsprechend der Größe der Grundform werden die Gräben mit einer Tiefe von 50 cm ausgehoben. Dies ist wichtig, um eine ausreichende Länge der Äste zum Austreiben zu gewährleisten. |
Trageelemente
Das Weidenbauwerk soll begehbar sein. Erwachsene sollen aufrecht stehen können.
Die von Seitenästen befreiten Weidenruten werden für das Grundgerüst zu ausladenden Bögen verbunden. Dazu werden die Astspitzen gegeneinander gelegt und mit kürzeren Abschnitten „geschient“. Mehrfache Knotungen mit Bändern aus Naturmaterial (z.B. Sisal) sorgen in den ersten 2 Jahren für den nötigen Zusammenhalt.

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Der „Rohbau“
Die verknüpften Weidenbögen werden mit den unteren dicken Astenden in den Graben gestellt und zu einem stabilen Grundgerüst miteinander verbunden.
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Der Ausbau
Von den so entstandenen sechs seitlichen Öffnungen werden drei Öffnungen von den Schülerinnen und Schülern phantasievoll durch Einflechten von dünneren Ästen ausgefüllt. Die Äste, die im Graben versenkt wurden, werden anwachsen. So kann bestimmt werden, ob die Muster als Trockenholz sichtbar bleiben oder zuwachsen dürfen.

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Frühjahrsaustrieb
Nachdem alle Äste im Graben stehen, werden diese zugeschüttet und regelmäßig gewässert, um eine gleichmäßige Wasserversorgung für ausreichende Wurzelbildung zu garantieren.
Die „schlafenden Augen“, die tief im Holz liegen, können nun mit jahreszeitlicher Verzögerung austreiben.
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Pflege
Der Neuaustrieb wächst zu einem grünen Haus zusammen. Im folgenden Jahr können mögliche Lücken im Bauwerk durch seitliche Triebe geschlossen werden. Zu lang gewordene Jungtriebe werden im Abstand von 3-5 Jahren eingekürzt.
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Einweihung der Nethemündung




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