Bei der Unterzeichnung der Kooprerationsvereinbarung (v.l.): Jürgen Behlke von der Industrie- und Handelskammer, Jens Klingemann vom Mode- und Sporthaus Klingemann, Gerhard Mnich als Schulleiter und Alexander Fischer als Bürgermeister der Stadt Höxter.
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Höxter (mo) - Die Schüler der Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule erkannten schon an den Anzügen: Es muss wichtig sein. Sie erlebten in ihrer Aula einen Moment "von großer Bedeutung", wie es Schulleiter Gerhard Mnich formulierte. Im Beisein von Vertretern der Stadt und der Industrie- und Handelskammer unterschrieben sowohl der Rektor als auch Jens Klingemann, Geschäftsführer des Mode- und Sporthauses Klingemann GmbH, die Vereinbarung über künftige Zusammenarbeit.
Den musikalischen Rahmen gestalteten Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit Musiklehrer Moritz Kaulfers, der mit der Gitarre begleitete.
"Zu Anfang war es eine lockere Partnerschaft", erklärte Mnich die bereits mehr als zwei Jahre andauernde Kooperation der Schule mit dem Betrieb. "Nun aber entschieden wir uns, diese Kooperation auch in eine feste Form zu gießen."
Die Partnerschaft soll interessierten Schülern bereits im Vorfeld detaillierte Einblicke in die Welt der Betriebe und Unternehmen bieten. Besichtigungen, Praktika und Bewerbungstrainings, bei denen auch Bewerbungsmappen der Schüler aus betrieblicher Sicht bewertet werden sollen, stehen in fester Planung. Mit Infoständen will die Klingemann GmbH aber auch die Eltern über einige Berufsbilder auf den neuesten Stand bringen, denn erwiesenermaßen haben auch sie großen Einfluss auf die Berufswahl der Jugendlichen.
"Schule kann nicht immer nur in den eigenen vier Wänden sein", so Projektkoordinator Berthold Riepe. Es sei notwendig, auch mit Menschen aus Betrieben und Unternehmen in Kontakt zu kommen, um sich auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten und "in der Lebenswegplanung voranzukommen".
Jens Klingemann sprach sich als Geschäftsführer eines seit 250 Jahren am Standort tätigen Unternehmens für die Verpflichtung aus, den Jugendlichen Orientierungshilfe zu geben und Ausblicke in die Welt der Unternehmen zu bieten. Zugleich könne sich natürlich auch der Betrieb selbst potenziellen Bewerbern präsentieren - eine Win-Win-Situation für Schule und Betrieb. Jens Klingemann würde es begrüßen, noch mehr Unternehmen Partnerschaften mit den Schulen des Kreises schließen zu sehen.
Bürgermeister Alexander Fischer rief die Schüler dazu auf, "sich der Zukunft in ihrer Hand bewusst zu werden". Auch er begrüßte die Partnerschaft und erhofft sich Gutes davon. Man höre schließlich immer wieder von der mangelnden Berufsvorbereitung der Schüler. "Der Übergang zwischen Schulausbildung und Betrieb ist ein elementarer Schritt", so Fischer. Jürgen Behlke als Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer bezeichnete dies gar als "Übergang zwischen den Welten." Der vertrauten Welt der Schule, und der fremden Welt der Unternehmen. "Packt es mit Begeisterung an!"